Kerschdscha (Bròhdgrummbiere, oder auch Bratkartoffeln)

Kerschdscha mit Fizzemadenzja

Kerschdscher

Bròhdgrummbiere

Zubereitungszeit: 1 Stunde
Schwierigkeitsgrad einfach


Einer der einfachsten und beliebtesten Klassiker der saarländischen Küche: Kerschdscha (oder „Bròhdgrummbiere“). Ganz so einfach sind sie dann allerdings gar nicht – damit sie gelingen wie bei Oma, muss man ein paar Kniffe kennen.

  • Die Kunst des richtigen Wendens: Beim Wenden muss man den richtigen Moment abpassen. Sobald sich die Kartoffelwürfel leicht vom Pfannenboden lösen, ist es soweit. Wendet man zu früh oder zu spät, bleibt am Boden eine Schicht kleben, die das weitere Braten erschwert. Auch die Häufigkeit ist wichtig. Nicht zu oft wenden, da die Kartoffeln sonst matschig werden.

  • Immer schön den Deckel drauf: Wichtig ist, dass der Deckel nach dem Wenden immer wieder aufgesetzt wird, damit die Kartoffeln weich werden.

Wir haben die Kerschdscha noch mit gehackter Petersilie dekoriert, doch das ist eine moderne Zugabe (für so Fizzemadenzja hatte Oma keine Zeit).



Zutaten

1,5 kg Kartoffeln
8 EL Öl
1 Zwiebel
Salz
evtl. Petersilie für die Deko

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.

In einer Pfanne das Öl erhitzen, die Kartoffelwürfel hineingeben und den Deckel aufsetzen. Der Herd sollte nicht gerade auf höchster Stufe, aber doch ziemlich hoch stehen.

Sobald sich die Kartoffelwürfel leicht vom Pfannenboden lösen, mit dem Pfannenheber wenden (siehe Hinweis).

Noch ein bis zwei Mal auf die gleiche Weise wenden, wenn sich die Kartoffeln gut lösen lassen. Sie haben dann schöne „Kerschdscha“ (Krüstchen) bekommen.

Nun salzen und die Hitze reduzieren (etwa mittlere Stufe).

Die Kartoffeln weiterbraten und zwischendurch ab und an wenden, aber auch nicht zu oft, da sie sonst matschig werden. An den Deckel denken!

Nun die Zwiebel feinhacken und erst zu den Kartoffeln geben, wenn sie etwa dreiviertel gar sind. Gibt man sie früher dazu, wird sie schwarz.

Weiterbraten und wenden, bis die Kartoffeln weich sind.

Abschmecken, falls nötig nachsalzen und servieren.

Die Kerschdscha mit gehackter Petersilie dekorieren, wenn noch Zeit für so Fizzemadenzja ist 😉.